Methode
M1 – S1 Otsu (SAR)
Otsu-Schwellenwert, monatlich neu bestimmt, auf dem Sentinel-1-Rückstreukoeffizienten K0 (dB).
Wasser hat durch Spiegelreflexion eine sehr niedrige Rückstreuung. Funktioniert unabhängig von
Wolken und Tageslicht.
M2 – S2 NDWI Otsu (optisch)
Otsu-Schwellenwert, monatlich neu bestimmt, auf dem Sentinel-2-NDWI (Grün − NIR)/(Grün + NIR).
Hohe Trennschärfe bei wolkenfreien Aufnahmen, fällt bei Bewölkung jedoch aus.
M3 – AND-Fusion
Beide Sensoren müssen Wasser zeigen. Konservative Methode mit wenig Falsch-Positiven, aber
erhöhter Unterschätzung. Nur gültig, wenn beide Sensoren Daten liefern.
M4 – OR-Fusion
Mindestens ein Sensor muss Wasser zeigen. Sensitive Methode, erfasst die maximale Wasserfläche,
aber mit erhöhtem Risiko für Falsch-Positive.
M5 – adaptive Fusion (S2-priorisiert)
Sind mindestens 50 % der Seefläche durch gültige Sentinel-2-Pixel abgedeckt und ist der
NDWI-Schwellenwert plausibel, wird M2 verwendet; verbleibende Wolkenlücken werden pixelweise
mit M1 gefüllt. Andernfalls wird für den ganzen Monat M1 verwendet.
See
Forggensee · Bayern
Künstlicher Stausee im Allgäu (Lechwerke/Uniper). Größter bayerischer Stausee, ~15 km². Wird im
Winter für Hochwasserschutz teilweise abgelassen. Pegelmessung: Rosshaupten (GKD Bayern).
Dümmer · Niedersachsen
Natürlicher Flachsee im Osnabrücker Land, ~13 km². Durchschnittliche Tiefe nur ~1,5 m, stark
abhängig von Niederschlag und Verdunstung. Pegeldaten liegen bis 12/2024 vor.
Chiemsee · Bayern
Größter bayerischer See, ~80 km². Natürlicher See mit alpinem Einzugsgebiet. Pegelstand
beeinflusst durch Schneeschmelze und Alpenabflüsse.
Groß Glienicker See · Berlin/Brandenburg
Natürlicher Stadtsee an der Berliner Stadtgrenze, ~0,57 km². Seit 2015 rückläufiger Wasserstand
dokumentiert. Besonders interessant für Trendanalyse.